für reales Ensemble oder Lautsprecherensemble und Sprecherstimmen (2003/2006)

PartiturVerfügbar auf iTunes

Hörprobe 

Kommentar 

Aus Trachila bezieht sich auf einen Moment aus dem Roman „Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr. Er erzählt von Cotta, dem Freund des römischen Dichters Ovid. Cotta bricht zu einer Reise nach Tomis am schwarzen Meer auf, um seinen Freund im Exil zu finden. Dorthin wurde der Dichter bekanntlich von Kaiser Augustus im Jahr 8 nach Christus verbannt. Doch Ovid bleibt verschwunden. In der Nähe von Trachila, dem letzten bekannten Aufenthaltsort, findet Cotta im Dschungel unheimliche Spuren seines Freundes. Aus Trachila liefert einen musikalischen Bericht davon.

Die Klangfarbe
In diesem Werk setzt der Komponist seine Arbeit im Bereich der akustischen Komposition sowie der Datenbankkomposition fort. Diese Arbeit bezieht sich auf rein instrumentale, nichtelektronische Materialien. An ihrem Anfang steht eine Art entwickelnder Variation von abstrakten akustischen Eigenschaften, spektralen Hüllkurven und -schwerpunkten, Registern, Komplexitäten, Texturen und - in der Entfernung - Phonemähnlichkeiten.Die konkrete Orchestration ist das kalkulierte Ergebnis der Auswertung von Instrumentalklangdatenbanken aufgrund der akustischen Vorgaben. Die Herkunft des Klanges zählt nicht, nicht die Frage, ob die Spieltechnik traditionell oder experimentell ist, nicht ob sie schwer oder einfach zu realisieren ist. Die einzige Frage ist, ob der Klang den akustischen Vorgaben entspricht. Es ist auch ein Versuch über Wiederkehr und Erinnerung von Klangfarbe und Textur auf einer hohen Ebene. Wir suchen nach einer abstrakten Klangfarbe, der richtigen Klangfarbe, die wir jedoch nie finden oder erreichen, auch nicht erreichen können, und die daher immer unvollkommen bleibt.Für diese Ziele entwickelt Thomas Hummel seine eigenen Software-Werkzeuge. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Instrumentalklangdatenbanken, deren wichtigstes Ergebnis die Datenbank des Experimentalstudios des SWR das virtuelle Orchester  und deren jüngstes Ergebnis die Datenbank conTimbre ist, die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Interpreten der neuen Musik entsteht.

Visuelle und akustische Wahrnehmung
Wahrnehmungspsychologische Phänomene sind für die kompositorische Arbeit von Thomnas Hummel von großer Bedeutung. Er versucht, Analogien zwischen der visuellen Wahrnehmung beispielsweise eines Bildes und der Hörwahrnehmung zu finden. Der entscheidende Unterschied zwischen der visuellen Wahrnehmung eines Objektes und der akustische Wahrnehmung ist die Zeit. Die Hörwahrnehmung ist immer an die Zeit gebunden, ein Bild existiert jedoch zu jedem Zeitpunkt insgesamt. Eine Parallele ergibt sich über das Phänomen der Aufmerksamkeit. Ein Bild existiert zwar in allen Aspekten gleichzeitig, wird aber vom Betrachter in einem Zeitabschnitt sequenziell und nur in Teilen wahrgenommen. Die Aufmersamkeit konzentriert sich mal auf das eine Detail, mal auf das andere Detail. Dazwischen springt sie.Bei Thomas Hummel existiert das musikalische Material, dem Bild entsprechend, ebenfalls virtuell als Ganzes. Es besteht aus konkreten Texturen und akustischen Eigenschaften. Die Gesamtform der Musik kann man als eine Wanderung der Aufmerksamkeit auffassen, die sich das Material aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und dadurch allmählich erschließt.

Autoanalyse

Die Werke der letzten Jahre basieren auf einem Formalisierungsprozess der Zeitwahrnehmung des Komponisten, was wesentlich die Frage von Erinnerung und Vergessen betrifft. Es geht darum, Fragen in einer sehr generellen Art und Weise an sich zu richten:

 

  • An was erinnere ich mich, während ich ein Musikstück höre, und was habe ich vergessen?
  • Erinnerung durch Vergleichen: Was bedeutet im musikalischen Sinn Gleichheit, Ähnlichkeit und Verschiedenheit für Textur, Gestus und Klangfarbe? Kann man Gleichheits- und Ähnlichkeitsketten auch im Bereich der Klangfarbe wahrnehmen?
  • Gibt es Grenzen für die Fasslichkeit einer Menge und wo treten globalisierte Wahrnehmungen auf?
  • Wie funktioniert die Aufmerksamkeit?

Diese Fragen beantwortet der Komponist für sich persönlich. Er begibt sich in eine Art Autoanalyse und vermisst seine Psyche regelrecht quantitativ. Die Psyche ist also in einem gewissen Sinn eine Funktion y=Funktion(x1,x2,....). Es handelt sich also um eine Analyse der Aufmerksamkeit, des sich Erschließen und Vegessen bezogen auf ein virtuell existierendes Gesamtmaterial. Tatsächlich entwickelte Thomas Hummel Programme, die solche Erschließungsprozesse simulieren können. So ist die Gesamtform nicht eine Summe von kompositorisch willkürlich getroffenen Einzelentscheidungen, sondern Konsequenz eines simulierten Wahrnehmungsprozesses.

Das Problem des Effekts
Ein großes Problem zeitgenössischer Musik sieht Thomas Hummel heute in der Verbreitung des Effekts sowohl in instrumental gebundener als auch in elektroakustischer Musik. Ein großer Anteil heute uraufgeführter Musik vertraut auf die Wirkung von Klängen oder Klangfarben, die als ungewöhnlich empfundenen werden. Im Bereich der instrumentalen Musik ist davon besonders die sogenannte  „musique concrète instrumentale" - ein Begriff, den Lachenmann geprägt hat - betroffen. Die Entstehungsgeschichte eines  Werkes besteht offensichtlich häufig modellhaft in einem Sortierprozess von Klängen und Effekten, die bei einer Recherche anfallen. Komponisten erforschen empirisch Instrumente oder elektroakustische Synthesemethoden. Als interessant empfundene Klänge werden ausgewählt und an den Anfang des Werkes gestellt, uninteressante aussortiert. Der interessante Klang wird bearbeitet und durchgeführt. Die Perzeption eines solchen Werkes ist merkwürdig. Es klingt beeindruckend. Es vermittelt den Klang als Botschaft. Es macht aber auch die Perzeption des Werkes davon abhängig, ob der Klang als charkteristische Botschaft empfunden wird. Da jedoch die Perzeptionsgeschichte voranschreitet, wird aus den als Subjekt empfundenen Klängen allmählich ein wohlbekanntes Objekt. Der als Subjekt präsentierte Klang erinnert den Hörer weiter daran, dass sich in unserer alltäglichen Umwelt genug Klänge finden, die eine bemerkenswerte Botschaft sein können und die auch schon ohne Zutuns eines Komponisten in dieser alltäglichen Umwelt durchgeführt werden.Es gibt verschiedene Ansätze, mit diesem Problem umzugehen. Mathias Spahlinger besipielsweise drückt, wie er selber sagt, in seinem kürzlich entstandenen Werk „Farben der Frühe" für sieben Klaviere „...die reset-taste, um einmal nur die dezentere buntheit der schwarz/weiß/grau-tönungen zuzulassen, die aus tonhöhen-, lautstärken- und dichteverhältnissen als abhängige variablen hervorgehen....". Er verzichtet also auf das gesamte Instrumentarium der Spezialklänge auf dem Klavier zugunsten des ordinario-Spiels.Thomas Hummels Versuch bezieht sich auf die Instrumentalmusik und besteht darin, Klänge und Klangfarben nur nach ihren akustischen Eigenschaften zu beurteilen und einzusetzen. Dazu gehören sowohl Klänge, die in anderen Zusammenhängen auf Grund ihrer Komplexität  als Effekt erscheinen, als auch ordinario-Klänge, die auf Grund ihrer Wohlbekanntheit nicht selbst zur Botschaft werden.„Normale" Klangfarben eines Instruments stehen daher gleichberechtigt neben ungewöhnlichen und verzerrten Spielweisen. Es geht nicht darum, dass Klangfarben besetzt werden, die die klassischen Klangfarben des Orchesters negieren, wie etwa in der Musik von Helmut Lachenmann. Es geht einfach darum, Klangfarben unabhängig von ihrer Tradition akustisch zu beurteilen und entsprechend kompositorisch zu nutzen.

Dauer 

60 min.

Besetzung 
Jedes Instrument sowie der Sprecher können durch ein Lautsprecherinstrument ersetzt werden. Es ist damit möglich, das Werk als gemischt elektronisch/instrumentales Werk mit kleinerer Instrumentalbesetzung oder als reines Lautsprecherwerk aufzuführen (Klanginstallation). Mindestens 2 Lautsprecher.

Flöte 1 (große Flöte, mit Ringfingerklappen, Piccolo)
Flöte 2 (große Flöte, mit Ringfingerklappen, Piccolo, Altflöte)
Oboe 1
Oboe 2 (Oboe, Englischhorn)
Klarinette 1 (französisches System, in B und in Es)
Klarinette 2 (französisches System, in B und Bassklarinette)
Trompete 1 (in B) mit Wahwah und Cup-Dämpfer
Trompete 2 (in B) mit Wahwah, Spitzdämpfer Metall und Cup-Dämpfer
Posaune 1 (Tenor) mit Wahwah, Plunger, Fagottrohr und Spitzdämpfer Holz
Posaune 2 (Tenor) mit Plunger, Wahwah und Whsiper-Dämpfer
Tuba
Schlagzeug 1: Glockenspiel, Marimbaphon, Tamtam
Schlagzeug 2: große Trommel, Vibraphon
Akkordeon (Knöpfe auf beiden Seiten)
Pianoforte mit hartem Plektrum, Triangelstab, weichem und hartem Gummischlägel, Claves
Violine 1
Violine 2 (mit Dämpfer)
Viola 1 (mit Dämpfer und Hoteldämpfer)
Viola 2
Violoncello 1
Violoncello 2
Kontrabass (5-Saiter)
Rezension 

trachila

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für reales Ensemble oder Lautsprecherensemble und Sprecherstimmen (2003/2006)

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Kommentar 

Aus Trachila bezieht sich auf einen Moment aus dem Roman „Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr. Er erzählt von Cotta, dem Freund des römischen Dichters Ovid. Cotta bricht zu einer Reise nach Tomis am schwarzen Meer auf, um seinen Freund im Exil zu finden. Dorthin wurde der Dichter bekanntlich von Kaiser Augustus im Jahr 8 nach Christus verbannt. Doch Ovid bleibt verschwunden. In der Nähe von Trachila, dem letzten bekannten Aufenthaltsort, findet Cotta im Dschungel unheimliche Spuren seines Freundes. Aus Trachila liefert einen musikalischen Bericht davon.

Die Klangfarbe
In diesem Werk setzt der Komponist seine Arbeit im Bereich der akustischen Komposition sowie der Datenbankkomposition fort. Diese Arbeit bezieht sich auf rein instrumentale, nichtelektronische Materialien. An ihrem Anfang steht eine Art entwickelnder Variation von abstrakten akustischen Eigenschaften, spektralen Hüllkurven und -schwerpunkten, Registern, Komplexitäten, Texturen und - in der Entfernung - Phonemähnlichkeiten.Die konkrete Orchestration ist das kalkulierte Ergebnis der Auswertung von Instrumentalklangdatenbanken aufgrund der akustischen Vorgaben. Die Herkunft des Klanges zählt nicht, nicht die Frage, ob die Spieltechnik traditionell oder experimentell ist, nicht ob sie schwer oder einfach zu realisieren ist. Die einzige Frage ist, ob der Klang den akustischen Vorgaben entspricht. Es ist auch ein Versuch über Wiederkehr und Erinnerung von Klangfarbe und Textur auf einer hohen Ebene. Wir suchen nach einer abstrakten Klangfarbe, der richtigen Klangfarbe, die wir jedoch nie finden oder erreichen, auch nicht erreichen können, und die daher immer unvollkommen bleibt.Für diese Ziele entwickelt Thomas Hummel seine eigenen Software-Werkzeuge. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Instrumentalklangdatenbanken, deren wichtigstes Ergebnis die Datenbank des Experimentalstudios des SWR das virtuelle Orchester  und deren jüngstes Ergebnis die Datenbank conTimbre ist, die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Interpreten der neuen Musik entsteht.

Visuelle und akustische Wahrnehmung
Wahrnehmungspsychologische Phänomene sind für die kompositorische Arbeit von Thomnas Hummel von großer Bedeutung. Er versucht, Analogien zwischen der visuellen Wahrnehmung beispielsweise eines Bildes und der Hörwahrnehmung zu finden. Der entscheidende Unterschied zwischen der visuellen Wahrnehmung eines Objektes und der akustische Wahrnehmung ist die Zeit. Die Hörwahrnehmung ist immer an die Zeit gebunden, ein Bild existiert jedoch zu jedem Zeitpunkt insgesamt. Eine Parallele ergibt sich über das Phänomen der Aufmerksamkeit. Ein Bild existiert zwar in allen Aspekten gleichzeitig, wird aber vom Betrachter in einem Zeitabschnitt sequenziell und nur in Teilen wahrgenommen. Die Aufmersamkeit konzentriert sich mal auf das eine Detail, mal auf das andere Detail. Dazwischen springt sie.Bei Thomas Hummel existiert das musikalische Material, dem Bild entsprechend, ebenfalls virtuell als Ganzes. Es besteht aus konkreten Texturen und akustischen Eigenschaften. Die Gesamtform der Musik kann man als eine Wanderung der Aufmerksamkeit auffassen, die sich das Material aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und dadurch allmählich erschließt.

Autoanalyse

Die Werke der letzten Jahre basieren auf einem Formalisierungsprozess der Zeitwahrnehmung des Komponisten, was wesentlich die Frage von Erinnerung und Vergessen betrifft. Es geht darum, Fragen in einer sehr generellen Art und Weise an sich zu richten:

 

  • An was erinnere ich mich, während ich ein Musikstück höre, und was habe ich vergessen?
  • Erinnerung durch Vergleichen: Was bedeutet im musikalischen Sinn Gleichheit, Ähnlichkeit und Verschiedenheit für Textur, Gestus und Klangfarbe? Kann man Gleichheits- und Ähnlichkeitsketten auch im Bereich der Klangfarbe wahrnehmen?
  • Gibt es Grenzen für die Fasslichkeit einer Menge und wo treten globalisierte Wahrnehmungen auf?
  • Wie funktioniert die Aufmerksamkeit?

Diese Fragen beantwortet der Komponist für sich persönlich. Er begibt sich in eine Art Autoanalyse und vermisst seine Psyche regelrecht quantitativ. Die Psyche ist also in einem gewissen Sinn eine Funktion y=Funktion(x1,x2,....). Es handelt sich also um eine Analyse der Aufmerksamkeit, des sich Erschließen und Vegessen bezogen auf ein virtuell existierendes Gesamtmaterial. Tatsächlich entwickelte Thomas Hummel Programme, die solche Erschließungsprozesse simulieren können. So ist die Gesamtform nicht eine Summe von kompositorisch willkürlich getroffenen Einzelentscheidungen, sondern Konsequenz eines simulierten Wahrnehmungsprozesses.

Das Problem des Effekts
Ein großes Problem zeitgenössischer Musik sieht Thomas Hummel heute in der Verbreitung des Effekts sowohl in instrumental gebundener als auch in elektroakustischer Musik. Ein großer Anteil heute uraufgeführter Musik vertraut auf die Wirkung von Klängen oder Klangfarben, die als ungewöhnlich empfundenen werden. Im Bereich der instrumentalen Musik ist davon besonders die sogenannte  „musique concrète instrumentale" - ein Begriff, den Lachenmann geprägt hat - betroffen. Die Entstehungsgeschichte eines  Werkes besteht offensichtlich häufig modellhaft in einem Sortierprozess von Klängen und Effekten, die bei einer Recherche anfallen. Komponisten erforschen empirisch Instrumente oder elektroakustische Synthesemethoden. Als interessant empfundene Klänge werden ausgewählt und an den Anfang des Werkes gestellt, uninteressante aussortiert. Der interessante Klang wird bearbeitet und durchgeführt. Die Perzeption eines solchen Werkes ist merkwürdig. Es klingt beeindruckend. Es vermittelt den Klang als Botschaft. Es macht aber auch die Perzeption des Werkes davon abhängig, ob der Klang als charkteristische Botschaft empfunden wird. Da jedoch die Perzeptionsgeschichte voranschreitet, wird aus den als Subjekt empfundenen Klängen allmählich ein wohlbekanntes Objekt. Der als Subjekt präsentierte Klang erinnert den Hörer weiter daran, dass sich in unserer alltäglichen Umwelt genug Klänge finden, die eine bemerkenswerte Botschaft sein können und die auch schon ohne Zutuns eines Komponisten in dieser alltäglichen Umwelt durchgeführt werden.Es gibt verschiedene Ansätze, mit diesem Problem umzugehen. Mathias Spahlinger besipielsweise drückt, wie er selber sagt, in seinem kürzlich entstandenen Werk „Farben der Frühe" für sieben Klaviere „...die reset-taste, um einmal nur die dezentere buntheit der schwarz/weiß/grau-tönungen zuzulassen, die aus tonhöhen-, lautstärken- und dichteverhältnissen als abhängige variablen hervorgehen....". Er verzichtet also auf das gesamte Instrumentarium der Spezialklänge auf dem Klavier zugunsten des ordinario-Spiels.Thomas Hummels Versuch bezieht sich auf die Instrumentalmusik und besteht darin, Klänge und Klangfarben nur nach ihren akustischen Eigenschaften zu beurteilen und einzusetzen. Dazu gehören sowohl Klänge, die in anderen Zusammenhängen auf Grund ihrer Komplexität  als Effekt erscheinen, als auch ordinario-Klänge, die auf Grund ihrer Wohlbekanntheit nicht selbst zur Botschaft werden.„Normale" Klangfarben eines Instruments stehen daher gleichberechtigt neben ungewöhnlichen und verzerrten Spielweisen. Es geht nicht darum, dass Klangfarben besetzt werden, die die klassischen Klangfarben des Orchesters negieren, wie etwa in der Musik von Helmut Lachenmann. Es geht einfach darum, Klangfarben unabhängig von ihrer Tradition akustisch zu beurteilen und entsprechend kompositorisch zu nutzen.

Dauer 

60 min.

Besetzung 
Jedes Instrument sowie der Sprecher können durch ein Lautsprecherinstrument ersetzt werden. Es ist damit möglich, das Werk als gemischt elektronisch/instrumentales Werk mit kleinerer Instrumentalbesetzung oder als reines Lautsprecherwerk aufzuführen (Klanginstallation). Mindestens 2 Lautsprecher.

Flöte 1 (große Flöte, mit Ringfingerklappen, Piccolo)
Flöte 2 (große Flöte, mit Ringfingerklappen, Piccolo, Altflöte)
Oboe 1
Oboe 2 (Oboe, Englischhorn)
Klarinette 1 (französisches System, in B und in Es)
Klarinette 2 (französisches System, in B und Bassklarinette)
Trompete 1 (in B) mit Wahwah und Cup-Dämpfer
Trompete 2 (in B) mit Wahwah, Spitzdämpfer Metall und Cup-Dämpfer
Posaune 1 (Tenor) mit Wahwah, Plunger, Fagottrohr und Spitzdämpfer Holz
Posaune 2 (Tenor) mit Plunger, Wahwah und Whsiper-Dämpfer
Tuba
Schlagzeug 1: Glockenspiel, Marimbaphon, Tamtam
Schlagzeug 2: große Trommel, Vibraphon
Akkordeon (Knöpfe auf beiden Seiten)
Pianoforte mit hartem Plektrum, Triangelstab, weichem und hartem Gummischlägel, Claves
Violine 1
Violine 2 (mit Dämpfer)
Viola 1 (mit Dämpfer und Hoteldämpfer)
Viola 2
Violoncello 1
Violoncello 2
Kontrabass (5-Saiter)
Rezension 

trachila

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